Bewerbung: Tu DAS um durchzukommen!

Personalabteilungen sieben gnadenlos alle Bewerbungen aus, die nicht exakt die gesuchten Voraussetzungen erfüllen. Mittlerweile tun sie das schon gar nicht mehr selbst. Künstliche Intelligenz und Algorithmen übernehmen diese Arbeit für sie.

Deshalb ist es – wie wir alle wissen - wichtig, dass du in deinem Lebenslauf die Keywords verwendest, die in der Stellenanzeige zu finden sind. Fehlen diese, bist du raus. Vor allem in Zeiten, wo es weniger Jobs gibt und die freien Stellen noch härter umkämpft sind.

Was sind „Keywords“? Das sind die Bezeichnungen der Kompetenzen, die es zur erfolgreichen Ausübung eines Jobs braucht. Die sogenannt „relevanten Kompetenzen“.

Keywords können sein: Jobtitel, Aus- und Weiterbildungen, Expertenwissen, Programme und Tools, charakterliche Eigenschaften, soziale Kompetenzen usw.

„Dann kann ich also einfach alle relevanten Keywords in meine Bewerbung packen und werde zum Gespräch eingeladen?“

Natürlich nicht. Wenn du die anderen Bewerber wirklich ausstechen willst, musst du auch die 2. Schranke überwinden.

„Die zweite Schranke? Wovon redest du?“

Beim Bewerben gilt es, 3 Schranken zu überwinden. Die 1. Schranke ist der Lebenslauf-Scan. 9 von 10 Personalern prüfen deinen Lebenslauf als Erstes, bevor sie überhaupt dein Bewerbungsschreiben lesen. Innerhalb weniger Sekunden wird entschieden: Daumen hoch oder Daumen runter? Je höher die Zahl eingegangener Bewerbungen, desto schneller wird dieses Urteil gefällt.

An der 1. Schranke wird rigoros aussortiert. Bei grösseren Unternehmen und Konzernen wird die 1. Schranke zudem vermehrt von einer Software verwaltet. Deine Bewerbung wird gescannt. Fehlen die relevanten Keywords, bist du raus.

Fazit: Relevante Keywords müssen zwingend in deinem Lebenslauf stehen. Und halte dich dabei exakt an die Schreibweise, die vom Unternehmen in der Stellenanzeige verwendet wird. Sprich ihre Sprache! 

Aber damit ist es noch nicht getan. Das mit den Keywords weiss jedes Kind und du hast noch immer viel Konkurrenz! Die gute Nachricht: An der 2. Schranke scheitern viele. 

Die 2. Schranke ist der Inhalts-Check =  Eine Intelligenz mit interpretativen Fähigkeiten liest deine Unterlagen. Und das ist bis dato noch immer: Ein Mensch.

Ja, an der 2. Schranke liest ein Mensch deine Bewerbung. Und zwar mit Sorgfalt, weil er jetzt sehen will, ob du das Zeug für den Job wirklich hast.

Und hier stichst du all die Bewerber aus, welche Keywords einfach plump reinkopieren. Sowie alle, die die 1. Schranke mit einem hübschen CV-Design passiert haben. Und ebenso alle, die ihren Lebenslauf von einem Ghostwriter blumig ausformulieren liessen, welcher Null Ahnung hat, um was es im Job eigentlich geht.

Um die 2. Schranke erfolgreich zu passieren musst du deine Keywords in relevanten Kontext setzen. Ihnen Inhalt geben.

Wie das geht? 3 simple Möglichkeiten:  

1. Weise Erfolge aus, die du dank den gesuchten Kompetenzen in Vergangenheit erzielen konntest.

2. Teile spannende Insights, die du nur deswegen wissen kannst, weil du über die gesuchten Kompetenzen verfügst (macht fast niemand!).

3. Nenne die konkrete Anzahl Jahre, wie lange du die gesuchten Kompetenzen schon anwendest.

Diese Passagen plazierst du in deinem Lebenslauf neben oder unter deinem Bild sowie in den Tätigkeitsbeschrieben deiner beruflichen Stationen.

Zusätzlich kannst du dein Bewerbungsschreiben mit weiteren, durch Kontext verstärkte, Keywords anreichern. So wird deine Bewerbung Bombe.

Fazit: Du schreibst deine Bewerbung (noch immer) für Menschen!

Die 3. Schranke ist die Königsklasse: Das Jobinterview. Dafür empfehle ich dir meine Playlist „Jobinterviews meistern“ mit aktuell 17 Videos zu genau diesem Thema. Den Link findest du hier. Abonniere meinen Youtube-Kanal und empfehle ihn allen weiter, die auf Jobsuche sind. 

16.07.2020 | Index:

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