"Instant"-Standortbestimmung für dich!

Nehmen wir an, du stehst gerade an einem Punkt in deinem Leben, wo du dir hinsichtlich Zukunft Gedanken machst. Du hast Ideen, Träume und Vorstellugen... und doch fehlt dir der klare Kompass. Irgendwie fühlt sich das manchmal... recht unangenehm an.

Klar, in der Yoga-Klasse, den Selbsthilfebüchern und auf Instagram sind sich alle einig: Du brauchst doch nur im Moment zu leben. Urvertrauen zu haben und alles kommt gut. Das klingt auch immer super und erntet in den Kommentarspalten auf Social Media viel Applaus.

Versteh mich nicht falsch: Ich liebe Yoga, Bücher und Instagram. Doch fragen wir kritisch: Was heisst „Lebe im Moment“ denn eigentlich? Wie kann ich getrost im Moment leben, wenn ich gar nicht weiss, wohin es gehen soll? Wie verbinde ich dieses Motto mit einer langfristigen Perspektive?

Dich möchte ich mit einer schönen Technik bekannt machen, mit der du dich nachhaltig motivierst. Sie gibt dir Benzin in den Tank und schärft deinen Fokus - für die Zukunft. Ich nenne sie: Die Technik der „Realistischen Vision“.

Nimm die langfristige Perspektive ein. Zeichne einen Zeitstrahl und stell dir vor, wo du in 3 bis 5 Jahren sein wirst. Ziel: Du trägst dir selber Sorge und kümmerst dich um dein Leben.

Fragen: Was würde dich befriedigen? Was muss in 3 und 5 Jahren real sein, damit du nicht bitter wirst? Was willst du von deinen Freunden und deiner Familie? Wie bildest du dich selber weiter? Was möchtest du von deiner Karriere? Wie gehst du mit Versuchungen und Angewohnheiten, die dich zurückhalten, um? Was machst du mit deiner Zeit? Z.B. auch wenn du nicht bei der Arbeit bist? etc. 

Sag dir: Ich kann haben, WAS ich will. Aber du musst wissen, was dieses WAS wirklich ist. Was will ich?

Schwierig?

Dann zeichne einen zweiten Zeitstrahl. Stell dir vor du versinkst im Chaos. Deine schlechten Gewohnheiten nehmen überhand. Sie und ihr Kumpel, die Prokrastination, übernehmen das Ruder in deinem Leben. Wie landest du – oder besser gefragt – wo endest du in 3 bis 5 Jahren, wenn du diesen Pfad gehst? Wenn du alles schleifen lässst? Was ist deine persönliche Version von „Hölle“?

Siehst du: Jetzt bist du motiviert. Und zwar auf zwei Arten: Motiviert, etwas Ersehntes zu erreichen und motiviert, Unangenehmes zu vermeiden.

Machen wir die einfache Mathematik. Brechen wir diesen guten Zeitstrahl auf, in Monate, Wochen, Tage und Stunden. Situation für Situation. Frage dich: Was musst ich täglich tun, um hier hin zu kommen?

Was muss ich aufgeben, respektive unterlassen, um nicht in meiner persönlichen Version von Hölle zu landen. Welche kleinste Änderung meiner jetzigen Situation bringt mich hin zum Guten (Ersehnten) und weg vom Schlechten (Gefürchteten). 

Ziel: Lebe dein Leben so, dass es den Aufwand wert ist, den es mit sich bringt.

Und jetzt zurück in die Yoga-Klasse mit dir. Dein „Lebe im Moment“ hat nun eine völlig neue Bedeutung. 

Das Self-Authoring von Jordan Peterson kann ich dir sehr empfehlen. Es arbeitet exakt nach dieser Methode und stellt die richtigen Fragen (in Englisch): https://www.selfauthoring.com/

22.08.2019 | Index:

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